Konzert: Lebensmelodien – Jüdische Komponist*innen 1933-1945

Am 24. Oktober 2021 fand in der Apostel-Paulus-Kirche in Berlin ein weiteres Konzert der Konzertserie “Lebensmelodien” statt. Auf YouTube können Sie sich einen Zusammenschnitt des Konzerts ansehen:

Grußworte zum Lebensmelodien-Konzert am 24. Oktober 2021

“Lebensmelodien” sind Melodien des Überlebens von jüdischen Komponist*innen aus der Zeit von 1933 bis 1945. Die Musik, die die Verfolgten damals in den unmenschlichsten Situationen zwischen Leben und Tod begleitete, lässt ihre Todesangst und ihren Lebensdurst erahnen – und die wiederkehrende Frage: “Wo ist Gott?” Der Klarinettist Nur Ben Shalom hat diese Melodien und die Lebensgeschichten der Komponist*innen in Archiven wiederentdeckt. Er lässt sie an diesem Abend zum ersten Mal vor einem größeren Publikum wieder erklingen.

Das Nimrod-Ensemble (Nur Ben Shalom, Klarinette; Christophe Horak, Violine; Francesca Zappa, Viola) musiziert gemeinsam mit Oscar Bohórquez, Violine; Claudio Bohórquez, Violoncello; Michael Cohen-Weissert, Klavier und Kantor Isidoro Abramowicz, Gesang.

Der Schauspieler Udo Samel liest dazu aus biographischen Texten und beleuchtet die Lebenskontexte der Menschen, die diese Melodien in der Zeit von 1933 bis 1945 komponiert und aufgeführt haben.

Die „Lebensmelodien“ werden in Konzerthäusern, Schulen, an öffentlichen Orten sowie in Synagogen, Kirchen und Moscheen aufgeführt. Das Projekt wird durch die interreligiöse Kooperation „Grenzgänge“ ermöglicht, der neben der Alhambra Gesellschaft, auch die Evangelische Akademie zu Berlin, der Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und das Berliner Missionswerk angehören.

Dieses Projekt wird vom Antisemitismus-Beauftragten des Bundes gefördert.

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